Relativ spontan haben wir uns im Dezember letzten Jahres dazu entschieden ein Wochenende nach Prag zu fahren. Wir hatten ja schon oft gehört, dass Prag vor allem in der Vorweihnachtszeit traumhaft schön sein soll und so entschlossen wir uns der Hektik des Alltags zu entfliehen. Ob wir das geschafft haben, unsere Eindrücke der tschechischen Hauptstadt und ein paar hilfreiche Tipps und Tricks findet ihr in diesem Beitrag.

Da wir von Österreichs Städten gewohnt sind in so gut wie jedem Parkhaus bedenkenlos unser Auto stehenlassen zu können, hatten wir uns darüber keine Gedanken gemacht. Bis Patrick am Abend vor der Abreise Angst und Bange wurde, da im Internet die öffentlichen Parkhäuser eher als baufällige Müllhalden mit zwielichtigen Gestalten beschrieben wurden. Mit Mr. Parkit haben wir dann jedoch schnell eine sichere und für städtische Verhältnisse günstige Alternative gefunden. Die Garagen sind 24/7 besetzt, man bekommt einen fixen Parkplatz zugewiesen und braucht sich keine weiteren Gedanken mehr machen. Können wir euch auf jeden Fall empfehlen!

Nach 5 stündiger Anreise empfing uns die wolkenverhangene und regnerische Hauptstadt. Wir sollten jedoch Glück haben und schon nach kurzer Zeit strahlte die Sonne in unsere Gesichter. Mit zunehmend besserem Wetter wagten sich auch immer mehr Touristen auf die Straßen. Anfangs konnten wir noch relativ ungestört die wunderschöne Altstadt Prags erkunden, man spürte jedoch, dass es von Minute von Minute voller wurde. Wir beschlossen den wundervollen Weihnachtsmarkt neben dem Prager Rathaus erst abends zu besuchen, sollten diese Entscheidung jedoch ziemlich bereuen..

Vorbei an der Prager Rathausuhr, der wohl schönsten Uhr der Welt,

machten wir uns auf den Weg zur Karlsbrücke. Wir kannten zwar nicht den Weg dorthin, wurden jedoch von der Touristenmasse erfasst und hatten praktisch keine andere Wahl als plötzlich vor unserem gewünschten Zielort zu stehen. Die Karlsbrücke ist wunderschön, genießen konnten wir sie jedoch nicht wirklich. Die Menschenmassen, welche sich über diese Brücke wälzen ist gigantisch. Auf der Brücke konnten wir jedoch eine große Gruppe an Schwänen ausfindig machen und somit haben wir etwas flussaufwärts ein richtig ruhiges Plätzchen mit Blick auf die Karlsbrücke entdeckt.

Die majestätischen Schwäne waren super zutraulich und wir konnten uns vom Touristentrubel der Altstadt etwas erholen.

Nach unserer kleinen Verschnaufpause machten wir uns auf den Weg zur John Lennon Wall, die wir schon lange auf unserer Bucketlist stehen hatten. Entgegen unserer Erwartung war auch gar nicht allzu viel los.

Wusstet ihr, dass die Wand regelmäßig ihr Aussehen ändert, indem immer wieder neue Motive gesprayt werden?

Passend zur Jahreszeit hatten wir ein Hotelzimmer mit freistehender Badewanne gebucht, wurden aufgrund von Umbauarbeiten jedoch ohne unser Wissen downgegradet. Da der Preis doch relativ hoch war und wir nicht zu 100% begeistert waren, sparen wir uns den Hotelnamen zu erwähnen.

Nach 15 Kilometern Fußmarsch und Bärenhunger machten wir uns dann abends erneut auf den Weg in die Altstadt um nun endlich den Weihnachtsmarkt am Rathaus zu besuchen und uns durch die Leckereien zu probieren. Daraus wurde aber leider nichts, aufgrund der Menschenmassen war es einfach unmöglich auch nur in die Nähe eines Standes zu kommen. Man wurde von der Masse einfach mitgeschoben und wir hatten schon kurz darauf auch keine Lust mehr auf diese Drängerei. Noch nie haben wir so viele Touristen in einer Stadt gesehen, die Altstadt platzte förmlich aus allen Ecken und Enden. Wir haben dann einen Abstecher auf einen kleinen Markt in der Nähe des Hotels gemacht und durch Zufall das Kaufhaus Hamleys entdeckt, wo unsere Kinderträume wahr wurden. Alle kitschigen Weihnachtsklischees Hollywoods werden hier erfüllt!

Bevor wir hundemüde ins Bett gefallen sind, haben wir noch das tanzende Haus besucht. Die Architektonik ist echt einmalig!

Zum Abschluss können wir sagen, dass Prag auf jeden Fall einen Besuch wert ist und man alles Schöne an einem Wochenende sehen kann. Natürlich würde es einem hier auch nach einer Woche noch nicht langweilig werden! Es hätte noch einen ganz besonderen Flair in der Vorweihnachtszeit, dieser wird aufgrund der Menschenmengen aber schlichtweg zerstört. Vielleicht nutzt der ein oder andere die jetzige Situation um den Charme Prags mehr oder weniger ungestört auf sich wirken zu lassen.

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